Feuchtwiesenmahd und Forschung

10. Oktober 2011

Am Ende der Mähsaison werden die speziellen Biotope vom Blauracken Verein L.E.i.V. bewirtschaftet. Die Feuchtwiesen und ihre Lebewesen haben einen eigenen Rhytmus und ihr Aufwuchs wurde seit jeher als Einstreu in die Stallungen verwendet. (Daher kommt auch der Name Streuwiese – nicht zu verwechseln mit den Streuobstwiesen, welche ihren Namen durch die verstreute Lage im Gelände erhielten.) Das scharfkantige Heu der Sauergräser eignet sich nicht zum Verzehr durch das Vieh, aber es dient der Anreicherung der Düngermenge aus dem Stall. Dieser Dünger wurde wiederum auf die Wirtschaftsflächen der Kleinbauern (Keuschler) verteilt.

Da wir keine spezielle Verwendung mehr für diese Art Einstreu haben, kompostieren wir den Aufwuchs im Freiland. Diese Kompoststreifen dienen wiederum der Tierwelt als zusätzliches Nahrungsbiotop. Auch unsere Blauracken jagen sehr gerne in diesen Kompoststreifen. In den Feuchtwiesen leben zudem relativ große Insektenarten. Dazu gehören z. B.: Strauchschrecken, Sumpfschrecken, Zartschrecken, Goldschrecken oder Wolfsspinnen. Auch ihre Biomasse beträgt oft ein Vielfaches der normalen Wirtschaftswiesen, in denen wir zum Beispiel einige Vertreter der kleineren Grashüpfer oder die Listspinne als Massentiere beobachten können. Diese Ergebnisse erbrachten entomologische Untersuchungen von Altgrasstreifen und Referenzflächen aus dem Vorjahr und heuer. Den ganzen Beitrag lesen »