Die Suche nach dem Eremiten

12. Juni 2019

Helmut Zotter mit dem Eremiten-Team

Das Eremiten-Team besuchte neulich die Kurparkanalge von Bad Gleichenberg. Die alten Bäume dort sind ein Mekka für Baumbewohner und so wurde acuh nach dem seltenen Juchtenkäfer – Osmoderma eremita gesucht. Mit einem Trüffelhund, der auch auf den Geruch dieses Käfers trainiert wurde holte man Probe um Probe aus den alten Bäumen. Selbst für Kurpark- und Gemeindegärtner Helmut Zotter war dies eine völlig neue Erfahrung. Mag. Thomas Friess und Gabi Sausengg bemühten sich sehr, wurden aber leider nicht fündig, was den Juchtenkäfer betraf. Der scheue auwaldbewohner hat es wohl nicht bis zur Wasserscheide geschafft. Anders im benachbarten Goricko, wo der Käfer über die Kopfweidenbestände die Lendava heraufkommt bis zur Österreichischen Grenze. Den ganzen Beitrag lesen »

Forschungsabend an den Meißl-Teichen

1. Juli 2012

stehendes Tannen-Todholz

5 Forscher trafen sich um in der Umgebung von Feldbach nach Insekten zu forschen. Dazu benutzen sie mehrere Methoden. Tagsüber wird mit Keschern oder Klopfschirmen gearbeitet und die Vegetation abgestreift oder abgeklopft. Auch im Gewässer werden mit Wasserkeschern die Insekten herausgefangen. Für die Nacht werden Lockstofffallen und Bodenfallen errichtet. Außerdem wird mit verschiedenen Lichtfallen gearbeitet. Dazu gehören Schwarzlichtfallen und UV-Lichtfallen. Die Bestimmung erfolgt am Schirm oder wenn da nicht möglich im Labor. Dazu müssen die Insekten mit Exhaustern in einen Fangbehälter eingesogen werden. Die Forschungsergebnisse der letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass es sich auszahlt, die Insekten zu untersuchen. In Zeiten des Klimawandels und der unbegrenzten Mobilität kommen immer mehr neue Arten nach Österreich und der Steiermark. Wie sehr sich diese Arten in unseren Ökosystemen ausbreiten muss unbedingt überwacht werden. Es könnte zu großen Schäden in menschlichen Kulturen kommen. Gleichzeitig können aber Schadausmaße von Schadarten besser eingeschätzt werden. Nicht immer ist die Chemische Keule notwendig. Oft regelt es die Natur selbst, man muß ihr nur genug Zeit lassen. Den ganzen Beitrag lesen »

Forscher in Dirnbach und Oberpurkla

4. Juli 2011

Die heurigen Insektenforschungen befassen sich mit 2 wertvollen Talräumen in Dirnbach und Oberpurkla. Es sind dies zum großen Teil noch traditionell bewirtschaftete, kleinstrukturierte Gebiete mit einem hohen Wiesenanteil in feuchter Tallage. Schon die ersten Gehversuche in diesen Biotopen zeigen, wie artenreich eine Tallandschaft sein kann. Unsere Forscher, organisiert von Dr. Thomas Friess befassen sich mit Käfer, Schmetterlingen, Wanzen, Zikaden, Ameisen und Spinnen. Die kürzlich verfaßte Ausgabe der letztjährlichen Untersuchung in den Kalk-Halbtrockenrasengebiet Trautmannsdorf-Hofstätten ergaben 6 neue Funde für die Steiermark. Sie finden die Ergebnisse in unseren Listen unter Forschung. Den ganzen Beitrag lesen »