Die Perchtoldsdorfer Heide

13. April 2016
Frühlings - Adonisröschen

                  Frühlings – Adonisröschen

Eines der letzten Trockenrasengebiete Österreichs ist die Perchtoldsdorfer Heide am Osthang des Wienerwaldes. Aufgrund der Flachgründigkeit, anstehendes Gestein im Untergrund und jahrtausender alter Beweidungsmaßnahmen konnte sich hier eine äußerst interessante und für Österreich seltene Pflanzengesellschaft entwickeln. Die Heide zeigt im Jahresverlauf mehrere Gesichter. Im Frühling dominieren die Kuhschellen und das Adonisröschen. Im Mai blühen die Orchideen, im Sommer färbt der Gelbe Lein die Rasen und im Spätsommer die Astern in Lila-gelb. Mit der Felsenbirne wächst ein Strauch mit essbaren Früchten sehr häufig auf der Heide. Die Heide ist vor der Verbuschung nicht sicher. Deshalb dürfen Schafe die Fläche jedes Jahr abweiden. Nur ein kleiner Bereich ist für die Ziesel ausgegrenzt. Etwa 70 Tiere leben dort und sind auch zu beobachten. Betritt man die Heide, sollte man sich immer bewußt sein, dass es nur noch wenige dieser Flächen gibt. Es gibt Wege, die man nicht verlassen sollte. Aus Naturschutzgründen sollte man die Heide nicht mit Hunden besuchen. Der Heideverein kümmert sich um die Verbuschung und um Neophyten, hält Kinder- und Pflegecamps ab und feiert auch ein Heidefest. Den ganzen Beitrag lesen »

Pflegeeinsatz auf den Trockenrasen in Aigen

20. November 2012

L.E.i.V. – Mitarbeiter und ÖNB-Geschäftsführer Markus Ehrenpaar beim Mähen

Die Aigener Trockenrasen stellen die wertvollsten, weil artenreichsten Wiesen in der Steiermark. Auf ihnen gedeihen ungefähr 20 Pflanzenarten, die hier ihre letzten Refugien haben. Über das land Steiermark und dem Steirischen Naturschutzbund ist es gelungen diese Flächen vor Jahren anzukaufen und zu sichern, nachdem die Grünlandbewirtschaftung in der Gemeinde St. Anna am Aigen fast zu Gänze aufgegeben wurde. Die wenigen verbliebenen Grünlandbauern sind mit der Pflege zahlreicher Wiesen am Limit. So mußten nun Ehrenamtliche ausrücken um die Biotope im grenznahen Bereich zu Slowenien zu mähen und das Mähgut von den Flächen zu entsorgen. Auch die einzelstehenden Eichen wurden von lästiger Konkurrenz befreit. Zudem wurde die, im Vorjahr angelegte Eichenallee neben der Grenzstraße und auf den Naturschutzbundflächen im Schuffergraben nachgepflanzt, weil der trockene Winter einige Eichen verdursten lies. Den ganzen Beitrag lesen »

Internationaler Besuch im Blaurackengebiet

19. Mai 2012

Ornithologen und Naturschützer aus der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland haben im Rahmen einer Mitteleuropatour auch das Blaurackengebiet rund um Straden besucht. Die meist in Artenschutzprojekten arbeitenden Forscher haben sich hier die Feuchtwiesen in Wieden, die Blauracken in stainz bei Straden und auch die Trockenrasen in St. Anna am Aigen angesehen. Es gab einen intensiven Informationsaustausch und gute Aussichten auf internationale Vernetzung von Steinkauz-, Wiedehopf- und Blaurackenprojekt. Einen schönen Abschluss gab es noch beim Buschenschank Holler in Dirnbach. Den ganzen Beitrag lesen »

Zu Besuch auf der Orchideenwiese

8. Mai 2012

Nur noch wenige Wiesen tragen Erdorchideen. Zumeist ist das Gefüge durch Überdüngung oder falsche Pflege aus dem Gleichgewicht gekommen. Auch ist es nicht auf jeder Fläche möglich, weil bestimmte Bodenwerte passen müssen. Der PH-Wert, der Kalkgehalt im Boden und eben auch der Nährstoffreichtum oder besser gesagt die Nährstoffarmut sind hier die bestimmenden Faktoren. Zu früh dürfen Orchideenwiesen nicht gemäht werden. Meist sind es spät gemähte Flächen. Der Schnitt erfolgt erst Ende Juni oder gar nur einmal im Jahr. Zu den Wiesenorchideen zählen die Knabenkräuter, die aufgrund der knolligen Verdickung ihrer Wurzeln einen hodenähnlichen Habitus zeigen oder die Ragwurzen, der Blüten falsche Gegenheiten vortäuschen. Den ganzen Beitrag lesen »