Besuch Umweltdachverband

14. Oktober 2013

Der Umweltdachverband besuchte mit einer 25köpfigen Delegation im Rahmen eines Betriebsausfluges die Südoststeiermark um sich selbst ein Bild von der Region und den Naturschutzproblemen zu machen. Büroleiter Roland Gombotz wählte als Ausflugziel die Fledermauswochenstube in Klöch, die ja außerhalb des NATURA2000 Gebietes liegt, so wie fast alle größeren Wochenstuben der Region. Dies liegt daran, dass man die größeren und touristisch wichtigeren Ortschaften schon im Vorfeld der Gebietsnennung ausgeschieden hatte, um dort möglichst wenig Konfliktraum zwischen Infrastrukturschaffung und Naturschutz zu haben. Diese Entscheidung ist freilich schon vor 15 Jahren getroffen worden und hat mit den heutigen Zuständigen wohl nichts zu tun. Dennoch ist die Frage, die man sich stellt berechtigt. Sind die Fledermäuse im Gebiet genügend geschützt? Am Beispiel des Klöcher Pfarrhofes konnte Mag. Bernard Wieser, Gebietsbetreuer des Europaschutzgebietes die Bedenken zerstreuen. Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit dem Pfarrhofpersonal, der Marktgemeinde Klöch und dem Blaurackenverein, sowie der Berg- und Naturwacht Radkersburg-Umgebung. Die Akzeptanz für die 2000 Fledermäuse der Wochenstube ist auch deshalb so groß, weil man sich im Ort der großen Bedeutung des Vorkommens für die Steiermark bewußt ist. Auch die einzige Wochenstube der Langflügelfledermaus ist ein absolutes Highlight für Österreich. In vielen Orten wurden die Fledermäuse hermetisch aus den Pfarrgebäuden ausgeschlossen und haben sich auf die Privathäuser verteilt. Dies war nicht immer vorteilhaft für die Populationen. In Trautmannsdorf ist die Wochenstube des Großen Mausohrs erloschen, in Straden die im Kindergartendachstuhl aufgrund der Schließung des Dachstuhles ebenfalls, in Bad Gleichenberg wurden mehrere alte Gebäude im Zentrum geschliffen. Dort haben sich unter anderen auch eine Wochenstube der Weißrandfledermaus befunden. Den ganzen Beitrag lesen »