Auf der K&K-Straße über den südlichen Velebit

10. August 2014

Ramsar2013-DSC_7480 - Kopie

Eine Meisterleistung damaliger technischer Möglichkeiten war die Pferdestraße über den Velebit von Dalmatien nach Agram. Nur 3 % Steigung hat diese Straße, damit sie von den Fuhrwerken bewältigt werden konnte. Auch heute noch wird die Schotterpiste gewartet. Zum einen ist sie Zugang für die Bauern zu ihren Almen, für die Imker in die Hochlagen des Velebits (Hochlagenhonig) und für die Nostalgiker Drehort für die Winnetou-Filme. Für Botaniker und Zoologen tut sich ein Natur-Paradies auf, dass der submeditterranen Lage und den verschiedenen Kalklagen geschuldet ist. Der Velebit als Hort endemitischer Pflanzen (über 80 Arten gibt es weltweit nur hier) zeigt sein schönstes Gesicht. Auch bei den Vogelarten läßt sich einiges beobachten. Mittelmeersteinschmätzer, Weißbart-Grasmücke, Felsenkleiber, Felsenschwalbe, Steinrötel, Blaumerle und vieles mehr kann man beobachten. Den ganzen Beitrag lesen »

Velebit – 2. Tag zwischen Urwald, Bären und Rückzugsgebieten ehemals Verfolgter

7. Juni 2012

Liliane und Tea, die beiden Nationalpark – Mitarbeiterinnen führen uns in normalerweise für Besucher unzugängliche Gebiete des Nördlichen Velebit-Gebirges ins Hajducki Reservat. Hier haben sich einst die Hajducken vor der Verfolgung zurückgezogen. Mitten im kroatischen Bärengebiet, vorbei an Dolinen, in denen jetzt noch Schneefelder liegen, fahren wir in unserem Bus bis tief in die Urwälder hinein. An einer Lichtung bleiben wir stehen und steigen aus. Liliane erzählt uns von ihrer Arbeit und ihren Aufgaben. Sie ist auf Heilpflanzen spezialisiert und freut sich über die botanischen Kenntnisse der Exkursionsteilnehmer. Wir wandern einen Pfad bergauf in eine Schlucht. Der Wald besteht vorwiegend aus Tannen, Fichten und Buchen. Der kalkige Untergrund bestimmt diese Zusammensetzung. Bertl Langer aus Misselsdorf, unser Murauenguide trifft die Sache mit dem Ausspruch der Exkursion. „Schönes Totholz!“ Überall stehen Baumleichen zwischen mächtigen lebenden Bäumen. Der Bestand wird auf ca. 250 Jahre geschätzt und wurde zum Teil noch vor kurzem bewirtschaftet. Doch es gibt genügend unzugängige Bereiche, in denen die Holzbringung unmöglich war und sich auch in den moderneren Zeiten nicht rentierte. Den ganzen Beitrag lesen »