Rangertour mit Alpenverein Gleisdorf

13. Mai 2019

Gleisdorfer Alpenverein besucht Blaurackenwiesen bei Kronnersdorf

Eine Wiesentour mit dem Alpenverein Gleisdorf und Organisator Sepp Gauster stand gestern am Programm. 2 Blauracken gab es zum Drüber streuen.

Totholz im Amphibien-Biotop Neusetz, ein wichtiges Strukturelement

Zur Wiesentour, im Speziellen zur Orchideenblüte im Steirischen Vulkanland waren der Alpenverein Gleisdorf mit Mag. Bernard Wieser verabredet. Verschiedene Wiesengesellschaften, neu geschaffene Biotope, Pflegemaßnahmen, die die Artenvielfalt garantieren, das waren die Themen, die in Wort und Person verdeutlicht wurden. In Neusetz gab es einen Besuch beim Ersatzbiotop für das neue Straßenstück auf den Rosenberg. Amphibienzäune sollen die Jungfrösche vor dem Straßentod retten und sie in Richtung Waldfläche umleiten. Ein Artenschutzprojekt mit dem Hundsfisch findet hier statt. Die beiden flachen Wasserflächen eignen sich sehr gut dafür. Für größere Fische ist das Wasser zu seicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Korbflechterball – einzigartig auf der Welt

7. März 2019

 

Korbflechtermannschaften

Unsere Korbflechter treffen sich nicht nur zum gemeinsamen Flechten in vielen gemütlichen Runden, zur Faschingszeit wird auch getanzt und miteinander gefeiert. Ein Polonaise steht am Beginn des Festes. Beim alljährlichen Korbflechter- und Besenbinderball im Haus der Vulkane wurden auch diesmal lustige Spiele und Wettkämpfe durchgeführt. Es beteiligten sich 4 verschiedenen Korbflechtergruppen aus Stainz bei Straden, Frutten-Gießelsdorf, Gniebing-Weißenbach und Neuhaus am Klausenbach und jede Gruppe brachte auch ein Spiel mit. Von Zielübungen über Geschicklichkeitsbewerbe bis zur feinen Flechttechnik war alles zu sehen. Zwischendurch wurde die Arbeitslosenmusik aktiv und die Korbflechter tanzten im Getreidekorb. Ein Dank gilt dem Online-Magazin Schnappen.at, welches international über unseren Ball berichtete.

Neue Streuobstflächen im Europaschutzgebiet

20. November 2017

Alois, Gerd und Stefan auf der Wagnerwiese

Mit der heurigen Herbstaktion haben wir über 250 Streuobstbäume aus eigener Vermehrung nachgesetzt. 40 neue Apfelsorten ergänzen unsere bisherigen 70 Sorten, 9 neue Birnensorten, da stehen wir jetzt bei 30 Birnensorten, 6 neue Kirschensorten, da halten wir schon bei 15 Sorten, dazu noch Zwetschken und Weingartenpfirsiche. Unser Schwergewicht liegt eindeutig im Streuobstapfel, wo wir gute Chancen in der extensiven Biovermarktung sehen. Denn nur wenn wir genug Obst zusammen bekommen, werden in Zukunft Bio-Streuobst für den Handel aus unserer Region geliefert werden. Dazu haben wir viele neue Partner gewonnen. 5 Gärten mit insgesamt 70 Bäumen wurden überhaupt neu angelegt.

Wühlmausschaden an der Obstbaumwurzel

Dazu wurden ehemalige Weingärten oder Ackerflächen in Hanglage umfunktioniert. Zusätzlich wurde auf diesen Flächen Saatgut aus den alten Wiesen eingesäht. Mit unserer Partner-Biobaumschule www.schafnase.at – Dr. Michael Suanjak, planen wir auch im Frühjahr 2018 wieder eine Aktion. Bitte rechtzeitig bestellen, dann kann die Lieferung in einem geschehen und wir minimieren Kosten. Den ganzen Beitrag lesen »

Artenschutztag in Stainz/Straden

15. Mai 2016

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Mit einem zweigeteilten Tagesprogramm zum Kennenlernen heimischer Pflanzen und Vogelarten zeigte Bernd Wieser im Naturschaugarten und auf dem Pirz, bzw. Rosenberg die Schönheiten der Lebensräume. Am Vormittag gab es eine Einschulung in die Wiesenlebensräume. Wie wird aus einer Fettwiese ein artenreicher Lebensraum und was unterscheidet diese Lebensräume von Wirtschaftswiesen. Eine Grundlage bilden die Gräser, die einem helfen eine Fettwiese zu erkennen. Wenn die Obergräser dominieren und kaum Untergräser erkennbar sind, handelt es sich fast immer um eine Fettwiese. Einige Beispiele für häufige Obergräser sind das Knaulgras, der Flaumhafer, das Honiggras oder das Wiesen-Lieschgras. Die Untergräser, die wir durchgemacht haben, sind Wiesen-Rispengras und Zittergras. Während die Kleearten Rotklee, Weißklee oder Hybridklee sowie die Saat-Luzerne meistens in neu angelegten Wechselwiesen zu finden sind, kann man in Magerwiesen etwa den Kleinen Klee, den Bergklee oder den Mittleren Klee beobachten. Zusätzlich erscheinen einige Wickenarten bei später Mahd. Zu viele Wicken oder zu viel Klee kann für die Tiere gefährlich werden. Ebenfalls gefährlich ist die Herbstzeitlose, welche jedoch im Heu vom Vieh verschmäht  und ausgespuckt wird. Einige extensive Wiesenzeigerpflanzen sind Kleiner Klappertopf, Acker-Witwenblume oder Kriechender Günsel. Sie deuten auf den Rückgang der Beschattung durch Obergräser. In der Fettwiese ist der Löwenzahn dominant, aber auch der Wiesenpippau kann dort wachsen. Eine Liste mit ca. 350 heimischen Wiesenarten mit einer Reihung nach ihrer Häufigkeit wurde an die Teilnehmer verteilt. Ein kurzer Abstecher auf eine Feuchtwiese mit Knabenkrautbestand zeigt den Unterschied im Wasserhaushalt bei den Flächen auf. Sehr selten sind sie schon geworden, die Wiesenorchideen. Durch Drainagen, Düngung oder frühe Mahd verlieren sich diese beeindruckenden Naturwunder schnell.

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Der Nachmittag bringt uns dann die heimischen Brutvogelarten näher. Im Naturschaugarten gibt Bernd Wieser eine Übersicht über die Lebensräume der heimischen Vogelarten weiter, wobei deutlich wird, dass mehr als die Hälfte der Vogelarten durch menschliche Aktivität, bzw. Gestaltung der Landschaft profitierten. In der Siedlungsnähe leben immerhin mindestens 25-30 Arten. Darunter der Weißstorch, die Türkentaube, die Zwergohreule oder der Mauersegler. Im Garten sehen wir kürzlich ausgeflogene Elstern, Sumpfmeisen, Hausrotschwänze, Grünfink, Bachstelzen, Feld- und Hausspatzen sowie Stare. Wir fahren ins Gelände. Im Freiland gehen die Arten zurück. Rebhuhn, Wachtel, Feldlerche, sie alle sind selten geworden, bzw. schon ausgestorben.  Doch noch gibt es die Blauracke, das Schwarzkehlchen oder den Wiedehopf. Das ist auch der Auftrag an den Naturschutz, diese letzten Naturgüter zu verteidigen. Vom Naturschaugarten geht es zu den Blauracken, die gerade ihre Signalflüge vollführen. 5 Brutplätze sind bereits besetzt und wir hoffen, dass diese Plätze auch erfolgreich bebrütet werden. Noch kann man dazu nichts sagen. Mäusebussard, Wespenbussard und Turmfalke werden gesichtet, ebenso wie das Schwarzkehlchen, der Fasan oder die Rauchschwalben, die die offenen Flächen bejagen. Hohltauben zeugen von der Spechtaktivität im Gelände. Hohltauben sind wie viele andere Arten Folgebewohner von Spechthöhlen. In den Vogelnestern gibt es Parasiten. Deshalb räumen einige Arten die alten Nester aus. Andererseits hat so ein Vogelnest seine ganz eigene Biologie. Da gibt es z. B. in Starnestern schon nach kurzer Zeit die Rosenkäfer als Untermieter, aber auch für Bienenstöcke gefährliche Wachsmotten entwickeln sich dort. Das kompostierte Vogelnest beherrbergt eine eigene Lebensraumgemeinschaft. Wir fahren noch auf den Rosenberg um einige seltenere Vögel zu suchen. Den Gartenrotschwanz, den Girlitz oder den Wiedhopf sehen bzw. hören manche Exkursionsteilnehmer. Die kürzlich geschlüpften Stare und Hausrotschwänze begleiten uns auf der ganzen Wegstrecke. Grün-, Schwarz- und Buntspecht werden gesichtet. Zum Schluss gibt es noch eine Wiederholung der Wiesenpflanzen auf einer Pachtfläche des Vereines, bevor man sich wieder nach Hause begibt um das Gesehene erst mal zu verdauen. Einen Dank auch noch an Franz Samwald, den wohl erfahrendsten Vogelkenner der Steiermark, der sich der Exkursion angeschlossen hatte und manche aufschlussreiche Erklärung gab. Den ganzen Beitrag lesen »

Neuer Nistkastentyp für Blauracke im Einsatz

19. April 2016

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10 neue Nistkästen wurden für die Blauracke im Kerngebiet errichtet und damit für die alten Kästen Ersatz geschaffen. Die Einfluglochstärke wurde auf 56mm reduziert und das Marderblech angepasst. Jetzt ist es nicht mehr so kompliziert, die Nistkästen zu warten. Unter den Helfer gibt es auch einen neuen Mann mit Franz Riegler, der schon bei der diesjährigen Amphibienaktion eifrig am Werk war. Luis und Christof haben wieder alles perfekt vorbereitet und so konnte noch kurz vor Ankunft der Blauracken agiert werden. Den ganzen Beitrag lesen »