Streuobst braucht Schnitt

22. März 2014
Bäume jetzt noch schneiden

Bäume jetzt noch schneiden

In unseren Streuobstgärten ist momentan Hochsaison. Heuer ist ein Apfeljahr. Und im Fruchtjahr soll man die Bäume schneiden. Deshalb sind unsere beiden Landarbeiter Sebastian und Alois eifrig am Werken. Beim Schnitt ist es wichtig, wenige große Schnittflächen zu machen um den Baum zu verjüngen und diese mit Baumpech zu verkleben. Nur die Wassertriebe zu entfernen ist jedenfalls zu wenig. Wenn man die Blüten um die Hälfte reduziert, wird man dafür größere Früchte ernten. Die Blüte der Apfelbäume steht jedenfalls kurz bevor. Die Kronen sollten im Inneren keine Äste haben. Die Kronenäste sollten in einem ungeschnitten Trieb auslaufen und der Saftstrom möglichst ohne Biegung verlaufen. Alle primären Äste sollten gleich hoch enden.

Vermistelung

Vermistelung

Ein anderes Thema ist die Vermistelung der Streuobstbestände rund um Poppendorf, Trautmannsdorf, Bad Gleichenberg und Bairisch-Kölldorf. In diesen Gemeinden wird flächig eine arge Vermistelung bobachtet. Die Mistelbeeren werden von Vögeln gefressen und auf die Nachbarbäume vertragen. Manche Gärten sind schon seit Jahren nicht mehr gepflegt worden und infizieren dadurch die anderen. Vermistelung ist aber noch kein Grund um die wertvollen alten Bäume zu entfernen. Die Misteln der dünneren Äste sollte man samt Äste entfernen. Diese wachsen wieder nach. Bei den dicken Stämmen, reicht vorerst das Abschneiden der Misteln, auch wenn diese wieder kommen werden. Dicke Äste sollte man nicht zu schnell entfernen. Der Baum würde es nicht überleben. In den nächsten Jahren kann man die Vermistelung ständig zurückdrängen. Der beste Zeitpunkt für das Mistelschneiden ist der Winter. Die Misteln kann man am Boden liegen lassen. Rehe und Hasen freuen sich dieser Nahrung. Den ganzen Beitrag lesen »