Naturführer Vulkanland wird Realität

8. März 2013

Es ging nicht darum, irgendwelche hundertemale hergezeigten Tiere und Pflanzen wieder in ein Bilderbuch zu verpacken, sondern darum, die seit 15 Jahren laufenden Forschungsergebnisse realitätsnah in einem ökologischen Zusammenhang zu bringen und dem wissbegierigen einheimischen Wanderer und Natursuchenden zur Verfügung zu stellen. Ausgehend von 40 verschiedenen Lebensräumen und ökologischen Nischen, welche von bestimmten Arten besiedelt werden, soll es in diesem Buch um die Interaktion zwischen diesen Arten in diesen Lebensräumen gehen. Der Wanderer wird sich dann mittendrin befinden und über charakteristische Arten zu den anderen finden. Jede Gruppe wird in einem Gruppenportrait vorgestellt, jede Art in einem Artenportrait mit einem aussagekräftigen, wiedererkennbaren Foto der Art. Deshalb arbeiten auch über 20 Forscher in ihrer Fachdisziplin an einem allgemein verständlichen Werk. Die Qual der Wahl, wenn man so will, haben die Forscher. Von ca. 20.000 Arten des Vulkanlandes sind nur 1000 für die engere Wahl herauszufiltern und von diesen werden gerade 600 Arten in das Buch Eintrag finden. Damit der Rest der Arten nicht untergeht, ist auch ein „Wikipedia“ für das Vulkanland angedacht, wo man eine erweiterte Version des Buches aufrufen kann. Dort planen die Macher des Vulkanland-Naturführers, Bernd Wieser und Emanuel Trummer eine Artenzahl von ca. 4000 Arten in der Endauswahl zu erreichen. Dieses Lexikon der Vulkanland-Lebewesen und -Lebensräumen wird aber auch gleichzeitig eine Grundlage für eine Stickermania bilden können, das glauben die Vulkanlandexperten Bernd Gerstl und Roman Schmidt umsetzen zu können. Und zwar mit den regionalen Schulen und Produzenten gemeinsam. Die Kosten für das Projekt teilen sich der Verein zur Förderung des Vulkanlandes und der Verein Lebende Erde im Vulkanland.